Als zweitgrößte Kulturstiftung der Bundesrepublik Deutschland bildet die Klassik Stiftung Weimar mit über 25 Museen, Schlössern und historischen Häusern, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, dem Goethe- und Schiller-Archiv sowie mehreren Park- und Gartenanlagen in und um Weimar ein wichtiges kulturelles und wissenschaftliches Zentrum in Europa. Das Ensemble "Klassisches Weimar" gehört dabei zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die wichtigste Aufgabe der Stiftung besteht darin, die überlieferten Schätze zu erhalten und zu vermehren, zu erschließen und zu erforschen und sie der Öffentlichkeit in ihrer Aktualität zugänglich zu machen.

Die literarischen, naturwissenschaftlichen und bildkünstlerischen Sammlungen in Archiv, Bibliothek und Museen umfassen vor allem das 18. bis 20. Jahrhundert und konzentrieren sich auf die Weimarer Klassik, die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Moderne von Nietzsche bis zum Bauhaus, die sich kritisch-produktiv mit den klassischen kulturellen Traditionsbeständen auseinandergesetzt hat. Dieses vielfältige kulturelle Erbe bestimmt auch die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Praxis der Stiftung. Sie schließt die Entstehung von Bestandsverzeichnissen, Katalogen, Bibliographien (Personalbibliographien, Internationale Bibliographie der deutschen Klassik) und historisch-kritischen Editionen (Goethes Tagebücher und Briefe, Schiller-Nationalausgabe, Herder-Briefe, Heine-Säkularausgabe, Werke und Briefwechsel Arnims) genauso ein wie die Bearbeitung von interdisziplinären kulturgeschichtlichen Projekten, zunehmend in Kooperation mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen.

Auch Tagungen, Ausstellungen, Vorträge, Seminare und weitere wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen prägen das differenzierte geistige und ästhetische Profil der Stiftung in einer spannungsvollen Einheit von Forschung und Bildung.